2 – Erstelle von Mir kein Götzenbild

Wie schwierig es doch war, die Fremden zu verstehen, die von weit her gekommen waren. Sie sagten uns, dass wir die Bäume und die Blumen auf den Hügeln, in denen wir das Bildnis unseres Vaters erkannten und Seine Stimme hörten, nicht anbeten sollen. Die Fremden behaupteten, dass es falsch sei, die Schönheit anzubeten, die uns umgab, also fällten sie die mächtige Eiche und erniedrigten sie auf der Höhe ihrer Pracht. Weiterlesen

4 – Achte den Sabbat

Wie kindisch doch die Fremden waren, die sich mit Gott verglichen. Sie lasen die Worte ihrer großen Gesetze – die sie buchstabieren und schreiben gelernt hatten – doch verstanden sie die Sätze nicht, die tieferliegende Gedanken beinhielten. Weil sie nur die Worte wahrnahmen und nicht die Bedeutung der Gedanken vernahmen, schrieben sie nur etwas ab, was sie nicht verstanden hatten.In den Worten sahen sie die Taten eines Vaters, der mit viel Liebe und Mitgefühl Seiner Familie eine Welt erschaffen hatte. Sie lasen in den Worten, dass – als des Vaters wundersame Schöpfung vollbracht war – Er ruhte, um die Liebe zu betrachten, die Sein Werk war. Als der Große Vater an Seinem Ruhetag Seine Gedanken betrachtete und wusste, dass Er zufrieden war, brachte Er Weiterlesen

5 – Ehre Deinen Vater und Deine Mutter

Wir beobachteten die Fremden dabei, wie sie ihre Kinder das Gebot lehrten, dass Kinder ihre Väter und ihre Mütter ehren sollten und waren mit Traurigkeit erfüllt, als sie selbst beweinten, weil ihre Kinder sich gegen sie auflehnten. Die Fremden verstanden nicht, dass Kinder von Vorbildern lernen und wenn sie die Eltern dabei beobachten, dass sie den Vater aller Väter missachten, werden sie gleiches tun und sich von den Eltern, die ihnen so viel gaben, abwenden.
Den Eltern mangelte es an Weiterlesen

6 – Du sollst nicht töten

Von allen großen Geboten, die den Fremden gegeben wurden, war das Gebot ‘Du sollst nicht töten’ jenes, welches sie am öftesten missachteten. Es war auch das Gebot, welches sie am öftesten missbrauchten. Dies war jenes Gebot, für das Zeit und Müh, die seiner Niederschrift und Lehre gewidmet wurden, vergeudet waren.
Auf allen Seiten, in jedem Schatten ihres Lebens, erfreuten sich die Fremden am Töten. Ihre Schamlosigkeit zerstörte die Pracht, die uns unser Vater zu unserem Vergnügen geschenkt hatte. Sie zerstörten Weiterlesen

7 – Du sollst nicht Ehebruch begehen

Die Fremden, wie auch wir, verabscheuten Deserteure. Sie hatten keine Zeit für Männer, die von ihren Verpflichtungen zurücktraten, ihrer Vertrauensposition untreu wurden und jene ungeschützt zurückließen, die auf ihren Schutz angewiesen waren. Sowohl die Fremden als auch wir betrachteten dies als Zeichen absoluter Charakterschwäche und Treulosigkeit.
Doch die Wortgewandtheit der Fremden erlaubte es ihnen, gegen ihr eigenes Gesetz – ‚Du sollst nicht Ehebruch begehen‘ – zu sündigen. Sie missachteten die Bedeutung des Wortes Treulosigkeit im Wort Ehebruch und sobald sie Herr ihrer Schuld geworden waren, betrachteten sie den Vertrauensbruch als Nebensächlichkeit.
Als wir die Fremden dabei beobachteten, wie sie ihre Weiterlesen

8 – Du sollst nicht stehlen

Als die Fremden uns das große Gebot ‘Du sollst nicht stehlen’ entgegenbrachten, erwägten wir, seine Bedeutung zu hinterfragen, denn dieses Wort war uns neu. Wir hatten kein Bedürfnis nach Besitztümern und waren uns gewiss, dass – was immer uns unser Vater gegeben hat – Er uns zur Befriedigung unserer Bedürfnisse im Vertrauen gab und dass Er es wieder zu Sich nehmen würde, sobald das Bedürfnis nicht mehr vorliegen sollte.
Die Fremden waren nicht imstande, unsere Frage zu beantworten, denn sie hatten es auf sich genommen, jenes zu besitzen, was ihnen für das Wohl anderer anvertraut worden war. Sie glaubten, dieses große Gebot sei zum Schutz jener Besitztümer gedacht, die sie ihre eigenen nannten. So nahmen wir das Gebot an, denn wir erkannten seine Großartigkeit.
Du wirst nicht stehlen, denn Weiterlesen

9 – Du sollst nicht falsch gegen Deinen Nächsten aussagen

Es war nicht Teil unseres Lebens, uns für großartiger als unseren Nächsten zu halten. Wir hatten keinen Grund zu sein, zu tun oder zu haben, was auch ein anderer nicht war, tat oder besaß. Uns war stets gelehrt worden, dass nur Gott vollkommen ist und dass seine Pracht und seine Gaben an den Sternen im Firmament zu messen war, selbst Durch jene, die das Gebot nicht verstanden. Es war uns Gesetz, dass es Gottes Wunsch war, dass seine Kinder all jene Gaben besaßen, zu erschaffen wie auch Er erschuf. Da Er jedoch wusste, dass der Mensch wie ein Kind ist, bürdete Er keinem von ihnen mehr als eine Gabe auf. Der Vater gab jedem Mann und jeder Frau eine andere Gabe, die sie wertschätzen, entwickeln und mit der Zeit mit ihren Mitmenschen teilen und lernen sollten, Neues zu erschaffen.
Wir zählten nicht den Besitz, den andere nicht besaßen, denn wir wussten, Weiterlesen

10 – Du sollst nicht begehren

Wir kannten die Bedeutung des Wortes ‘Scham’, was uns von den Fremden unterschied. Die Wahrheit dieses Wortes wurde uns in frühen Jahren gelehrt, auf dass wir uns unwohl fühlten, sollten sich unsere Herzen jemals nach dem sehnen, was nicht uns gehörte oder wir Gedanken daran hegten, an etwas festzuhalten, wofür wir keinen Bedarf hatten. Weiterlesen