Kennen wir wirklich die Bedeutung von Liebe?


Dieses erfrischende Buch ist der Leitfaden für eine ideale Einstellung, vollkommene Gesundheit und Bewusstheit. Es wurde geschrieben, um die Fragen einer jungen Frau namens Chrissie zu beantworten, die ihre Kenntnisse über Heilung und spirituelle Liebe erweitern wollte.

Malcolm Southwood

22 – und zum Schluss

„Bin ich heute ausgebucht, Debbie?“
„Könnte tatsächlich so sein“, antwortete sie mit wissendem Blick.
„Meine Güte! Was soll das denn bedeuten?“
„Chrissie kommt nach der Mittagspause; mittlerweile weiß ich nicht mehr, ob sie alleine erscheinen oder eine Freundin mitbringen wird.“
„Nun, Debbie, was sagt Dir Dein Instinkt?“
„Ich glaube, sie wird in Begleitung kommen. Sie hat mir exakt dieselbe Frage gestellt, die Du auch gestellt hast.“
„Die da wäre?“
„Ist er heute ausgebucht? Es ist einfach ihre Art zu fragen, Malcolm.“
Debbie sollte Recht behalten. Chrissie kam in Begleitung einer Freundin, die ich noch nicht kannte. Sie war etwas älter als Chrissie. ‚Ein mütterlicher Typ‘, dachte ich in mich hinein. ‚Möglicherweise hat Chrissie endlich eine Freundin gefunden, die ihr etwas mehr Ausgeglichenheit bietet.‘
„Hallo, Malcolm“, sagte Chrissie, „darf ich Dir Fiona vorstellen? Sie wünscht seit langem, Dich kennenzulernen. Ich hatte Dich vor einigen Wochen gefragt, ob ich sie mitbringen kann. Erinnerst Du Dich? Sie leidet unter einer Phobie, nicht wahr?“, Weiterlesen

21 – das Ego

„Malcolm, ich weiß, dass Du mit Geistheilung vielen Menschen hast helfen können“, begann Chrissie, „aber ist es auch richtig, zu behaupten, dass Du sie geheilt hast?“
Wir waren dabei, einen abendlichen Spaziergang durch eine Kleinstadt in Neuengland zu machen, nachdem ich vor einer örtlichen Kirchengemeinde einen Vortrag über das Heilen, Liebe und Gesundheit gehalten hatte. Chrissie hatte auf dem Weg lange geschwiegen, dennoch wusste ich, dass es nicht lange dauern würde, bis sie ihre Gedanken zu einer Frage formulierte.
„Was willst Du damit sagen, Chrissie?“, fragte ich.
„Nun“, begann sie bedächtig. „Ich habe Deinen Vortrag gehört. Du sprachst über Gott und hast gesagt, dass er Liebe ist und das Gottes Liebe in jedem von uns wohnt. Dann, wiederum, hast Du behauptet, dass Du es bist, der die Menschen heilt und nicht etwa Gottes Liebe durch Dich hindurch.“
„Bist Du der Ansicht, dass ich mich in der Behauptung täusche, diesen oder jenen geheilt zu haben?“
„Ja, so ist es“, bestätigte sie. „Janet, die Freundin bei der Du warst, behauptet, Du hast Probleme mit dem Ego, dass nicht Du, sondern Gott heilt.“ Weiterlesen

20 – Angst

„Malcolm“, sagte sie mit zögerlicher Stimme.
„Ja, Chrissie, was gibt’s?“
„Nun, ich kenne jemanden der gerne einen Termin bei Dir hätte, aber nicht sicher ist, ob Du ihn behandeln würdest.“
„Aus welchem Grund würde ich ihn nicht behandeln wollen?“
„Er ist Rassist und weiß nicht, wie Du wohl auf solche Themen reagierst.“
„Jeder kennt meine Ansichten, Chrissie. Ich akzeptiere alle Menschen gleich, ungeachtet ihrer Rasse oder ihrer Religion. Wenn ich jemandem wegen meiner Hautfarbe, meinem Glauben oder meiner Lebensführung missfalle, ist es sein Problem, nicht meins. Ich bin mit mir selbst ziemlich zufrieden und habe keine Schwierigkeiten mit jenen, denen es schwerfällt mich anzunehmen. Die rassistischen Ansichten Deines Bekannten werden mich kaum verärgern, ich habe noch nie jemandem eine Behandlung verweigert.“
„Nein, Malcolm, das hat nichts mit Dir zu tun.“, sagte sie mit einem Lächeln. „Er hat etwas gegen Schwarzafrikaner und fragt sich, ob Du ihm wegen seiner extremen Ansichten die Behandlung verweigern würdest.“ Weiterlesen

19 – Reinkarnation

„Wie geht es den Ameisenbissen, Chrissie?“
„Ach, die sind verheilt. Danke der Nachfrage“, antwortete sie mit einem Lächeln. „Können wir mit den Themen weitermachen, die wir neulich beim Picknick besprochen haben?“
„Selbstverständlich. Wo wollen wir anfangen?“
„Nun, Malcolm, ich habe mir vorgenommen, frei von Groll zu bleiben und habe dabei festgestellt, dass ich die Angelegenheit jetzt aus einer ganz anderen Perspektive betrachte. Die meiste Wut, die ich in mir spüre, resultiert aus den Versuchen anderer, sie in mir zu provozieren.“
„Wie machen sie das?“
„Indem sie sich beschweren, denke ich – über die Regierung, ihre Freunde, ihre Arbeit usw. Du weißt doch was ich meine, Malcolm. Ich glaube, dass ich mich verwickeln lasse sobald ich ihnen zustimme, was wiederum dazu führt, dass ich mich ärgere. Wenn ich jedoch anderer Meinung bin, ärgern wir uns gegenseitig.“
„Das Beste ist, man ignoriert einfach solch Nörgelei.“
„Aber man kann ihr nicht völlig aus dem Wege gehen. Die Menschen erwarten doch von uns, dass wir ihnen zustimmen oder zumindest eine Meinung haben, obwohl diese möglichst nicht von ihrer abweichen sollte.“
„Trotzdem bin ich der Ansicht, dass man sie ignorieren sollte. Lass‘ es nicht zu, dass andere Dich mit ihren Sorgen oder ihrer Wut anstecken.“
„Wenn ich nur wüsste wie…?“ Weiterlesen

18 – Schuld

„Wie geht es ihm?“, hörte ich Debbie jemand am Empfangstresen fragen.
„Nicht allzu gut…“
„Hallo, Malcolm!“, sagte sie zögerlich, noch im Türrahmen stehend. „Darf ich reinkommen und mich eine Weile zu Dir setzen?“
Ich lächelte und dachte: ‚Das ist Chrissies Geschenk an die Menschheit!‘ Der Klang ihrer Stimme konnte jedem Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
„Na klar, komm‘ rein! Ich habe jedoch viel Schreibkram zu erledigen und werde Dir nicht viel Aufmerksamkeit schenken können.“
„Das geht in Ordnung. Ich will nur eine Weile in der Heilenergie verbringen.“
Chrissie suchte sich einen Sessel in einer Ecke und machte es sich auf ihm bequem. Ich widmete mich wieder dem Schreiben, schließlich war ich tief in Gedanken versunken und wollte sie aufschreiben bevor ich sie wieder vergaß.
Nach einiger Zeit hielt ich es jedoch nicht mehr aus. „Na gut, Chrissie. Ich gebe auf, Du hast gewonnen!“ Ich legte den Füller nieder und drehte mich zu ihr um.
„Habe ich etwas Falsches getan?“, fragte sie mit gespielter Überraschung.
„Ach, komm schon, Chrissie. Die Stille die von Dir ausgeht ist geradezu ohrenbetäubend. Wie soll ich nur bei dem Lärm arbeiten?“ Weiterlesen

17 – Zurückweisung

„Hallo Chrissie!“
Sie hatte zuvor die Praxis angerufen und darum gebeten, auf dem Weg zu einem anderen Termin vorbeischauen zu dürfen. „Du warst doch damit beschäftigt, für unser nächstes Treffen ein Picknick zu organisieren. Und, schon alles geregelt bekommen?“
„Ich wäre schon längst soweit, aber eine meiner Freundinnen kommt mit meinen Terminvorschlägen nicht klar. Jedes Mal, wenn ich sie um ihre Meinung bitte, nennt sie unmögliche Alternativen.“
„Klingt, als hättest Du es mit einem ‚Abweisungstyp‘ zu tun“, merkte Debbie an.
„Wie kommst Du darauf, Debbie?“ fragte ich. „Sie wird weder zurückgewiesen, noch weist sie die Idee eines Picknicks von sich.“
„Ach, das erkenne ich einfach, Malcolm. Solche Menschen beanspruchen für sich immer die Termine, die man von vorherein ausgeschlossen hatte und haben nie dann Zeit, wenn es allen anderen passt.“
Chrissie wandte sich zu mir und fragte: „Stimmt das?“ Weiterlesen

16 – Wut

„Hi, Malcolm. Darf ich Dir meine Freundin Jenny vorstellen?“
Jenny war schlank, etwa dreiunddreißig, ledig und offensichtlich sehr scheu. Der Gedanke ließ mich nicht los, dass nur Chrissies starke Persönlichkeit sie dazu gebracht haben könnte, das Gebäude zu betreten. Sie nahmen einander gegenüber Platz, während Jenny Chrissie ängstliche Blicke zuwarf.
„Ich habe Jenny gebeten mich zu begleiten weil ich glaube, dass Du ihr helfen kannst. Sie leidet seit Jahren an Multipler Sklerose und, obwohl die Krankheit sie nicht allzu sehr einschränkt, verschlechtert sich ihr Zustand zunehmend. Du kannst doch sicherlich etwas tun, nicht wahr?“
Ich richtete meine Aufmerksamkeit auf Jenny. „Du stehst diesem ganzen Heilungsgerede eher skeptisch gegenüber, stimmt’s?“, fragte ich sie mit einem Lächeln. Weiterlesen

15 – spirituelles Heilen

„Hallo Chrissie! Was für ein schöner Tag heute doch ist! Ich hätte gedacht, Du würdest – statt hier herumzusitzen – lieber draußen in der Sonne sein, bei den Blumen, den Bäumen und den Vögeln.“
„OK, dann lass‘ uns rausgehen“, schlug sie vor. „ Es zwingt uns doch keiner, hier zu bleiben.“
„…Hervorragend, also los! Ich sage Debbie kurz Bescheid, dass wir auf der Terrasse sind, falls sie mich braucht.“
Bald waren wir draußen und setzten uns in den Schatten eines Feigenbaumes. „Das Problem, draußen im Freien zu sein ist, dass die Umgebung so hypnotisierend wirkt. Höre nur, wie die Vögel ihre wunderschönen Lieder singen und die Heuschrecken ihren Refrain ergänzen. Ich genieße es, dem Wind zu lauschen, wenn er im Einklang mit der Melodie durch die Bäume weht. Die Choreographie eines solchen Naturspektakels ist verblüffend.“
„Ja, so ist es, nicht wahr? Diese lauwarme Brise wirkt beruhigend; es könnte mir womöglich schwer fallen, mich zu konzentrieren. Bleiben wir also bei einfachen Themen, Malcolm.“
„…kommt ganz auf Deine Fragen an, Chrissie.“
„Nun gut, kannst Du mir zunächst erklären, was letzte Woche passiert ist? Das war wirklich beeindruckend. Erst hörte ich, vollkommen gebannt, Deiner Erläuterung zur Fernheilung zu, dann war ich plötzlich umgeben von einem wundersamen weißen Licht. Ich bin noch immer überwältigt von seiner Schönheit und seinem Zauber.“ Weiterlesen

14 – Fernheilung

„Verlierst Du allmählich das Interesse an mir, Chrissie?“
„Wieso fragst Du das?“, antwortete sie mit verletztem Blick.
„Na ja, es ist schon fast eine Woche her, als Du mit Joss hier warst. Und als ihr dann gegangen seid, hast Du vergessen, Dich zu verabschieden.“
„Einen Moment lang dachte ich, Du würdest es ernst meinen“, sagte sie laut lachend. „Ich genieße unsere verbalen Pingpong-Spiele.“
„Zählst Du die Treffer, Chrissie? Liege ich etwa zurück?“
„Das bezweifle ich, Malcolm. Du kannst einfach so von hier wegfliegen, so wie letzte Woche, ohne mich darüber zu informieren. Übrigens, worum geht es eigentlich beim Thema Fernheilung?“ Weiterlesen